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(PSD) Psychiatric Service Dog

Im Dezember 2020 hat sich in USA das Department of Transport (Transportministerium) entschieden Emotional Support Animals in Zukunft als Normale Haustiere zu behandeln.

Damit ist mehr oder weniger an die Airlines die Empfehlung gegangen den bisherigen Sonderstatus von Emotional Support Animals (ESA’s) nicht mehr anzuerkennen.

Diesem Aufruf sind bis heute American Airlines und Alaska Airlines gefolgt, wobei wir davon ausgehen, dass auch andere US-Fluglinien der Empfehlung folgen werden. Wir glauben auch, dass europäische Airlines (in Europa hatten die ESA’s niemals den gleichen Status) keine ESA’s mehr in der Kabine zulassen werden.

Das Transportministerium hat zudem eine Richtlinie erlassen, nach der ausgebildete Psychiatric Service Dogs sehr wohl auch weiterhin in der Kabine zu befördern sind.

Hintergrund dieser Entwicklung ist der Missbrauch, der in Amerika mit ESA Bestätigungen und auch mit ESA Tieren begangen wurde.

Wir als ESAeurope können diese Entwicklung absolut nachvollziehen, nachdem wir ja ursprünglich aus der Ausbildung von Therapietieren entstanden sind. Die Frage ist für uns nun wie es uns gelingen kann eine entsprechende Ausbildung “Online” anzubieten, die es uns in weiterem Verlauf ermöglicht adaptierte Bestätigungen für psychiatric service dogs anzubieten.

Im Gegensatz zum “normalen” ESA Tier ist ein Servicehund ein Hund und andere Tierarten sind aktuell nicht als psychiatric service animal vorgesehen. Dies ist der erste große Unterschied. Zusätzlich ist ein Servicehund ein ausgebildeter Hund und nicht einfach ein Tier, dass eine besondere Beziehung und Nähe zu seinem Besitzer aufgebaut hat.

Die gute Nachricht ist, dass bereits heute über 90% aller bei gemeldeten Tiere Hunde sind und die Ausbildung zum Psychiatric Service Dog nicht näher bestimmt ist. Das Transportministerium hat allerdings Kriterien definiert, die wir nun in eine entsprechende Ausbildung integrieren werden. Beispiele sind:

  • Verstehen und Befolgen der Kommandos “Sitz”, “Platz”, “Bleib”)
  • Hund muss an der lockeren Leine gehen und nicht ziehen. Hund geht an anderen Hunden vorbei und verhält sich unauffällig in der Menschenmenge (nicht hoch- oder anspringen, permanent bellen, knurren, schnappen, beißen, Zähne fletschen) – negative Auswüchse müssen kontrollierbar und abstellbar sein.
  • Nachweis der Reinlichkeit (auf Kommando sich erleichtern)
  • Nachweis der Gutmütigkeit (Beißhemmung, Zulassen des Sicherheits-Checks, bzw. Körper-Checks) inklusive der Berührung von fremden Personen
  • Beherrschung non-verbaler und individueller Zeichen (warum gerade dieser Hund für mich) – 3-5 besondere Spezifikationen die gerade mein Hund für mich macht und die ich zeigen kann (wie sich Hundehalter und Hund verstehen) – es handelt sich einfach um ein Servicehund un nicht um einen normalen gut erzogenen Hund
  • Das Tragen von Windeln, Geschirr und Beisskorb ohne Probleme

Unsere Idee ist nun, um diese Basiskriterien einen Ausbildungskatalog mit Übungen zu generieren, die dann in einer Onlineprüfung abgefragt werden. Ein wichtiges Ziel ist es die ganze Ausbildung so einfach wie möglich zu gestalten und auf den “Psychiatric Service Dog” abzustimmen.

Diese Ausbildung bildet dann die Voraussetzung für den Erwerb der ESAeurope

Psychiatric Service Dog Card (plus die notwendigen Bestätigungen)

Wir arbeiten bereits daran, gemeinsam mit TAT Österreich (Tiere als Therapie), eine entsprechende Ausbildung zu entwickeln und hoffen euch allen in Kürze weitere Details vorstellen zu können.

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