Psychose

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Das muss ich wissen:

Allen Arten Störungen aus dem schizophrenen Formenkreis mit oder ohne Paranoia gemeinsam ist, dass das psychische System des betreffenden Menschen sich abgeschnitten von der ihn umgebenden Welt fühlt. Man hat zu sich und zu anderen den Kontakt verloren. Fühlt sich fremd, kämpft zudem mit Ängsten, Zwängen, Depression, schwankt zwischen Höhen und Tiefen, verliert Strukturen des Alltags und vieles mehr.

Das psychische System ist im Chaos, Ordnungen verloren. Die betreffende Person ist zeitweise kaum oder nicht mehr in der Lage, eine realistische Einschätzung der Situation vorzunehmen und angemessen zu reagieren. Diese psychische Erkrankung ist wohl eine der schwersten und sehr komplex und langwierig.

Die Bindung zu einem Tier ist oft das einzig verlässliche das bestehen bleibt trotz allgemeiner Entfremdung.

Tiere helfen betroffenen Menschen oftmals trotz allem Leid am Leben zu bleiben. Sie sind der Halt, wenn alles andere zerbricht.

Was kann ich tun?

Es kann mitunter lange dauern, bis Medikamente und/oder Therapie Lebensbezug und etwas Stabilität bringen – mitunter bleiben viele Symptome über Jahre bestehen. Das Tier unterstützt den Bezug zum gegenwärtigen Moment und führt die betreffende Person zu sich und zum eigenen Erleben. Das sind ganz besondere Momente die Hoffnung geben. Durch die Beschäftigung mit dem Tier können Gewohnheiten trainiert werden, die den Weg für die Wiederherstellung von Struktur und Aufgaben bereiten. 

Wie kann mich mein Tier unterstützen?

Wer das Glück hat – zu seinem Tier eine gute und stabile Beziehung zu haben – wird mehr Zuversicht und Motivation ganz allgemein haben. Das ist wichtig und wertvoll für die Lebensgestaltung trotz vieler Symptome. Das Tier führt zurück zum gegenwärtigen Moment und hilft betroffenen Personen, sich mit der umgebenden Welt auseinander zu setzen.  Sie sind treue Weggefährten in schweren Zeiten. Sie ankern und stabilisieren, sie helfen Sinn im Dasein trotz allem zu finden.

Was braucht mein emotionales Stütztier?

Insbesondere Zeit, Aufmerksamkeit, artgerechte Haltung. Vergessen Sie nicht sich und ihr Tier regelmäßig zu entspannen – denn Angst ist immer massiver Stress – für beide – und chronischer Stress ist ungesund.