Allgemeine Richtlinien zur Ausbildung zum PSD (Psychiatric Service Dog) nach US DoT Standards

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Für eine entspannte Reise mit Ihrem Hund sicher an Ihrer Seite und während des Fluges mit Ihnen in der Kabine sorgt das gute Benehmen Ihres Hundes. Üben Sie dieses täglich und bereiten Sie sich insbesondere in den Punkten gut vor, die für ihren Vierbeiner schwierig sind.

Die Ausbildung zum PSD (Psychiatric Service Dog) nach US DoT Standards kann durch Sie selbst erfolgen, wobei aber eine Zertifizierung durch einen unabhängigen Trainer oder ein unabhängiges Institut erfolgen muss. 
ESAeurope begleitet und unterstützt Sie und Ihren Hund bei allen Belangen auf dem Weg zum PSD.
Die PSDeuope Card  bestätigt, dass Sie und Ihr Hund über alle erforderlichen Dokumente verfügen um mit Hund in der Kabine fliegen zu können. Weiteres, dass der Hund sich nach dem Verhaltenskodex des  US Department of Transport benehmen kann und Sie über alle Kenntnisse verfügen, die zur richtigen Auswahl der Airline notwendig sind, die Buchungs – und Reisevorbereitungsformalitäten kennen und auch über Ihre Rechte und Pflichten Bescheid wissen. 

Auszug aus dem ESAeurope Trainingsprogramm zum PSD (Psychiatric Service Dog) nach US DoT Standards

1.         Gute Sozialisierung Mensch und Tier gegenüber!      

Nicht toleriert wird wiederholtes anbellen oder anknurren anderer Personen oder Tiere, hochspringen oder anspringen von Menschen oder auffälliges und unangebrachtes Verhalten, wie zum Beispiel durchgängiges Bellen oder Fiepen.

Wenn Ihr Hund andere Menschen oder mitreisende Tiere kratzt, schnappt, oder beißt wird er sofort in ein sicheres Behältnis gesperrt oder im Frachtraum transportiert. Es kann dann sogar zu weiteren Maßnahmen führen, Ihrem Hund den Mitflug zu verweigern.

Verlangt ist angemessenes Verhalten – der Hund muss in der Lage sein alle Herausforderungen unauffällig zu meistern. Beispiele sind: das Anstehen in der Schlange beim “Check In” oder den Kontrollen am Flughafen, bei der Zollkontrolle oder beim Sicherheitscheck.

Durchlaufen der Sicherheitschecks, laufen durch schmale Gäng und auch durch Menschenansammlungen. Ihr PSD muss die Geräusche während des Fluges hinnehmen, geübt sein im Tragen eines Maulkorbs und beim Tragen einer Hundewindel. Er muss zudem in der Lage sein sich auf angemessene Weise zu erleichtern.

2.         Folgende Skills & Tasks (Grundkommandos) sind zu beherrschen:         

  • Laufen an lockerer Leine
  • Befehl Sitz
  • Befehl Platz
  • Kommando Bleib
  • Verstehen Abrufsignal (am Handgepäck üben)
  • Das Tragen eines Maulkorbs, Brustgeschirr mit Kennzeichnung oder Hundewindel (bei längeren Flügen oder bei Inkontinenz des Tieres)
  • Kontrolltätigkeiten durch den Hundehalter wie das Zulassen der Körperabtastung, Untersuchung der Pfoten,  Öffnen des Mauls,  Hochheben und sich tragen lassen (der Hundegröße entsprechend)
  • Ihr PSD muss am Sitzplatz, dicht an den Beinen, in einem Behältnis (dem Hund angemessen) bleiben

3.         Hygiene und Sauberkeit             

  • Jedes Markieren, Urinieren oder Defäkieren ist untersagt. (Rassespezifische Merkmale wie Schleimen, die Verteilung von Speichelsekreten oder Wasser kleckern beim Trinken wird akzeptiert, wobei der Halter verpflichtet ist eventuelle Folgen zu minimieren)
  • Haare verlieren bei Stress, wird ebenfalls toleriert)
  • ESA-Empfehlung: Bitte beachten Sie die nötige Körperpflege während der Reise (Feuchttücher sollten immer vorhanden sein um Pfoten- und Genitalreinigung vornehmen zu können. Führen Sie auch eine Inkontinenzauflage oder Hundewindel mit sich)

4.         Sicherheit          

  • Leinenpflicht.
  • Der Hund darf während des Fluges nicht im Gang hin – und herlaufen
  • Das Tragen von Beißkorb ist manchmal verlangt. Zum Beispiel bei Aufforderung Mitreisender. Natürlich dard der Hund trinken oder essen nach Bedarf. Hunde, die nicht in Behältnissen transportiert werden müssen an das Tragen von Maulkorb gewöhnt werden. Kleine Hunde können in mitgebrachten Behältnissen oder Hundewagen geführt oder getragen werden. 

5.         Tasks & Skillstraining:                

  • spezielle psychoedukative Kommunikation im Mensch-Tier-Team. Jedes Mensch-Tier-Team hat eine persönliche Taskliste zu erstellen.  (zB. Wie tröstet mich mein Hund und wie hilft er mir nicht traurig zu bleiben, …). Es ist wichtig Fähigkeiten zu definieren und zu trainieren, die Ihr Hund ausschließlich für Sie erbringt
  •  Erstellen Sie ein persönliche TASKLIST, die etwa 5 Punkte beschreibt was genau der Hund für Sie speziell tut und erlernt hat. Dies sollte für andere nachvollziehbar sein und es sollte klar hervorkommen, dass der Hund Sie während der Reise speziell unterstützt und für Sie wie ein „medizinisches Hilfsmittel“ wirkt.
    Tip ESAeurope: Diese Liste sollte in Englischer Sprache verfasst sein.  Bei Nachfrage können Sie die Liste vorzeigen. Nach den US DoT Standards dürfen Sie nicht aufgefordert werden diese Tasks vorzuzeigen oder zu demonstrieren. Es ist aber sicher hilfreich den einen oder anderen Task vorzuzeigen. Der Hund darf vom Fluglinienpersonal nicht nach seinem Namen gefragt werden oder mit seinem Namen angesprochen werden, um ihn nicht zu verwirren, zu stressen oder von seiner Arbeit als PSD abzulenken.